"Endlich etwas Zählbares"

Die Stimmen zum Düsseldorf-Spiel
Pure Emotionen beim Siegtreffer: Werder holt zum Auftakt der Rückrunde drei Punkte (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 18.01.2020 / 20:04 Uhr

Von Philipp Burde

Schluss. Aus. Ende. Nach 90 intensiven Minuten beendet der SV Werder seine Negativserie, holt zum Rückrundenauftakt einen Dreier beim direkten Konkurrenten und spielt das erste Mal in dieser Saison zu Null. „Ein fast perfekter Beginn für die Rückrunde“, wie es Kapitän Niklas Moisander nach dem Spiel auf den Punkt brachte. Einzig die Verletzung von Kevin Vogt und Moisanders gelb-rote Karte trübten die Freude der Werderaner. „Wir haben gewonnen. Zwar nicht glanzvoll, aber verdient. Fußballerisch waren wir auch einen Tick die bessere Mannschaft“, fasste es Cheftrainer Florian Kohfeldt nach diesem Willenssieg zusammen. Damit bleibt auch ein Moment zur Freude, allerdings nur ein kurzer, denn „nächste Woche geht es knallhart weiter“.

WERDER.DE hat die Stimmen des Spiels für euch zusammengefasst: 

Über den Spielverlauf:

Niklas Moisander: „Der Sieg ist verdient. Wir haben keinen überragenden Fußball gespielt, aber das konnte nach der Hinrunde auch keiner erwarten. Wir hatten die Mentalität hier heute zu gewinnen und haben als Mannschaft zusammengespielt. Das muss bei jedem Spiel so sein. Das war aber erst ein kleiner Schritt.“

Davy Klaassen: „Wir haben heute mit Selbstbewusstsein gespielt. Das kann man nicht mit den Spielen aus der Hinrunde vergleichen. Diesen Weg wollen wir machen und müssen wir auch machen. Es gab Phasen in denen wir besser waren und Phasen in denen Düsseldorf besser war. Wir hätten es besser spielen können, aber 1:0 gegen einen direkten Konkurrenten; da müssen wir zufrieden sein.“

Ömer Toprak feierte heute seine Rückkehr in Werders Startelf (Foto: nordphoto).

Leonardo Bittencourt: „Wir haben uns viel Selbstvertrauen geholt. Zuletzt mussten wir noch viele Rückschläge wegstecken. Das war ein ordentliches Spiel gegen einen klaren direkten Konkurrenten.“

Marco Friedl: „Wir wussten vor dem Spiel, um wie viel es geht. Wir wollten nach dem Spiel vor Düsseldorf stehen, das ist uns gelungen. Es war ein Mentalitäts- und Kampfspiel bis zur letzten Minute. In der Hinrunde haben wir ja teilweise gut gespielt und keine Punkte geholt. Heute gab es endlich etwas Zählbares.“

Ömer Toprak: „Die Mannschaft hat sich voll reingehängt. Wir sind auf einem Abstiegsplatz gewesen und haben viele Spiele verloren. Da fehlt manchmal das Selbstvertrauen. Wir haben jetzt einen ersten Schritt gemacht, zu Null gespielt und Gas gegeben, aber wir müssen noch einiges tun.“

Florian Kohfeldt: „Wir haben gewonnen. Zwar nicht glanzvoll, aber verdient. Fußballerisch waren wir auch einen Tick die bessere Mannschaft. Wir können und sollen das jetzt genießen, aber nur kurz. Nächste Woche geht es knallhart weiter.“

Über das erste Spiel zu Null:

Niklas Moisander: „Mir bedeutet das sehr viel, weil es in der Hinrunde gar nicht geklappt hat. Das ist sehr wichtig fürs Selbstvertrauen. Wir haben das heute gut gemacht. Kevin ist ein toller Spieler mit viel Erfahrung, wir sind froh, dass wir ihn haben und das Ömer zurück ist.“

Ömer Toprak: „Fürs erste Mal in dieser Konstellation hat es ganz gut geklappt, aber wir müssen noch viel arbeiten. Niklas und ich waren lange verletzt und haben in den ersten sechs Monaten fast nie zusammengespielt. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben, das ist der erste Schritt.“

Florian Kohfeldt: „Bei uns standen heute drei sehr gute Innenverteidiger auf dem Platz. Sie haben nicht lange gebraucht sich zu finden. Ich habe ein paar gute Bälle von Kevin gesehen, Ömer und Niklas sind ins andribbeln gekommen. Das hat insgesamt schon sehr gut geklappt.“

Über die gelb-rote Karte:

Niklas Moisander sah in der letzten Aktion des Spiels die gelb-rote Karte (Foto: nordphoto).

Niklas Moisander: „Ich habe gesehen, dass Pavlas versucht den Ball zu fangen, da gehen zwei Spieler von Düsseldorf gegen seinen Kopf. Ich habe nichts gesagt, sondern nur Emotionen gezeigt, die gelbe Karte ist dann sehr enttäuschend. Aber ich kann nicht ohne Emotionen spielen. Da lagen zwei meiner Spieler auf dem Boden!“

Florian Kohfeldt: „Ich mache Dr. Brych da keinen Vorwurf. Es wurde vorher angekündigt, dass manche Regeln nun anders ausgelegt werden. Klar, Niklas läuft nach der Szene auf zwei Fortuna-Spieler zu, aber da liegen zwei Spieler von uns am Boden und unser Kapitän zeigt Emotionen. Ich kann diese Auslegung nicht verstehen. Wieso macht man solche Regeln, wenn man keine Ahnung hat, wie dieses Spiel funktioniert. Nochmal, keinen Vorwurf an Dr. Brych, weil er es so auslegen muss, aber diese Regeln sind Irrsinn.“

Leonardo Bittencourt: „Es ist eine neue Regel, man darf ja jetzt gar nichts mehr sagen. Zwei Spieler gehen mit gestrecktem Bein ins unseren Torwart, also wenn man da als Spieler nichts sagen darf, dann müssen wir zum Schach gehen.“

Über die Verletzung von Kevin Vogt:

Niklas Moisander: „Ich habe noch nichts von ihm gehört. Ich hoffe, dass es ihm gut geht. Er ist ein super Spieler, ein guter Junge.“

Ömer Toprak: „Das sich Kevin direkt verletzt hat, ist sehr bitter für uns. Das ist aber einfach die Situation. Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll.“

Florian Kohfeldt: „Ich habe mir zuerst Sorgen um Pavlas gemacht. Da waren zwei Füße in der Nähe. Erst kurze Zeit später habe ich das mit Kevin gesehen. Er war kurzzeitig bewusstlos. Er ist aktuell auf dem Weg ins Krankenhaus und bei Bewusstsein. Ich mache da aber keinem Spieler einen Vorwurf, dass passiert leider mal.“

 

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