Zu inkonsequent im letzten Drittel

Die Stimmen zum Hoffenheim-Spiel
Florian Kohfeldt sah offensiv zu wenige zwingende Aktionen seines Teams (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 26.01.2020 / 19:22 Uhr

Von Yannik Cischinsky und Philipp Burde

Der erhoffte Effekt nach dem Düsseldorf-Spiel ist ausgeblieben: Werder kann auch im siebten Heimspiel in Folge nicht gewinnen und muss sich mit 0:3 gegen die TSG Hoffenheim geschlagen geben. Lange hatten die Grün-Weißen die Zügel der Partie in der Hand, ohne aber im letzten Drittel konsequent vors Tor zu kommen. Am Ende kassiert Werder Gegentore, die so wahrscheinlich auch nur im Bundesliga-Keller fallen. „Das sind Gegentore, die man dann bekommt, wenn man steht, wo wir stehen", analysierte Cheftrainer Florian Kohfeldt nach dem Ende der Partie. Lange haben die Zuschauer im wohninvest WSERSTADION ein ausgeglichenes Spiel gesehen, "mit leichten Vorteilen auf unserer Seite", so Kohfeldt, ehe Klaassens unglückliches Eigentor und Christoph Baumgartner die Heimniederlage des SVW einläuteten 

WERDER.DE fasst die Stimmen des Spiels für euch zusammen:

Zum Spielverlauf:

Milot Rashica: „Wir sind gut gestartet und hatten einige Chancen. Nach dem ersten Gegentor kam das Zweite und plötzlich waren wir raus.“

Maximilian Eggestein: „Es ist schwierig in Worte zu fassen. Es sind drei Gegentore, die wir so nicht kassieren dürfen. Wir hatten selbst eigene Chancen und bekommen dann so ein Slapstick-Tor. Ich habe dafür keine Worte.“

Viele hohe Bälle segelten in den Hoffenheimer Strafraum, aber keiner davon ins Tor (Foto: nordphoto).

Leonardo Bittencourt: „Wir haben verloren. Das steht unter dem Strich. Unser Tor hat einfach gefehlt, um sie zu verunsichern. Für die drei Tore hat Hoffenheim nicht allzu viel getan, da wäre für uns mehr drin gewesen.“

Kevin Vogt: „Bis zum 0:1 waren wir die aktivere Mannschaft. Wir haben hoch verteidigt, aggressiv gepresst, konnten uns aber nicht belohnen. Wir hatten einige gute Abschlüsse und eine gute Körpersprache. Zwei Gegentore hauen wir uns dann selber rein.“

Florian Kohfeldt: „Nach dem 0:1 war es ein verdienter Sieg. Bis dahin war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen auf unserer Seite. Unser Spiel im letzten Drittel war über die gesamte Zeit schlecht. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen und geschossen, wenn wir hätten abspielen sollen und andersherum.“

Frank Baumann: „Wir waren 90 Minuten mindestens die gleichwertige Mannschaft. In unserer Situation zählen aber nur Ergebnisse. Der letzte Zug zum Tor hat uns gefehlt und so hatten wir in der Summe zu wenig Torchancen. Am Ende sind dann solche Gegentore nur typisch.“

Zu den Gegentoren:

Leonardo Bittencourt: „Das waren zwei Eiertore. Wenn du unten drinstehst, bekommst du solche Gegentore.“

Maximilian Eggestein: „Es war wieder ein Standard, das kann man nicht wegdiskutieren, aber es war sehr unglücklich. Wir können nicht bei jedem Standard diskutieren, aber ja, wir sind dabei nicht gut genug.“

Kevin Vogt: „Wir müssen die Situationen besser klären und in den Zweikämpfen konsequenter sein. Es ist bitter, weil wir uns die Gegentore selber eingeschenkt haben.“

Florian Kohfeldt: „Das sind Gegentore, die man dann bekommt, wenn man steht, wo wir stehen. Das letzte Tor darf so allerdings nicht passieren.“

Zu den kommenden Aufgaben:

Milot Rashica: „Wir wollen alles probieren, um die nächsten Spiele zu gewinnen. Wir haben die Qualität dazu.“

Weitermachen: Gegen Augsburg folgt das nächste richtungsweisende Spiel (Foto: nordphoto).

Leonardo Bittencourt: „Augsburg musst du als direkten Konkurrenten schlagen. Jetzt heißt es: Brust raus und weitermachen. Wir müssen neu angreifen und alle an einem Strang ziehen. Ich kann den Leuten versprechen, dass wir alles tun werden, um die Spiele wieder zu gewinnen.“

Kevin Vogt: „Ich bin nach wie vor optimistisch. Das Ergebnis ist heute ein Tor zu hoch ausgefallen. Wir haben letzte Woche zurecht gewonnen und waren heute bis zum 0:1 die bessere Mannschaft. Deshalb bin ich weiterhin sehr positiv gestimmt.“

Florian Kohfeldt: „Wir müssen unseren Fußball verbessern. Wir wussten, dass es Rückschläge geben würde. So schwer es fällt, aber wir müssen rational bleiben und die Emotionen in den richtigen Momenten einsätzen. Wir haben einen klaren Weg, wie wir den Klassenerhalt schaffen wollen. Rückschläge und Niederlagen wie heute werden uns davon nicht abbringen. Wir wussten, dass es diese Rückschläge geben wird, auch wenn natürlich alle darauf hoffen, dass sie nicht eintreten. Das Team ist darauf vorbereitet und wir werden sie mit der gebotenen Ruhe und Sachlichkeit aufarbeiten. Wir werden die Klasse halten.“

Frank Baumann: „Wir müssen heute wieder einen Rückschlag wegstecken. Wir wussten aber, dass es ein steiniger Weg sein wird. In der nächsten Woche müssen wir alles aus uns rausholen, um drei Punkte zu holen.“

 

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