Ohne Reise zurück zu 100 Prozent

Yuya Osako im Interview
Stolzer Nationalspieler, aber in diesen Tagen froh über eine Pause: Yuya Osako (Foto: DFL).
Interview
Freitag, 15.11.2019 / 17:33 Uhr

Das Interview führte Christoph Pieper

Die lange Reise in das Land der aufgehenden Sonne ist Werders Stürmer Yuya Osako in dieser Länderspielpause nicht angetreten. Nach seiner Verletzung steht der japanische Nationalspieler nach eigener Aussage aktuell bei 80 Prozent seines Leistungsvermögens. "Bis zum Heimspiel gegen Schalke bin ich aber wieder bei 100 Prozent", verspricht die grün-weiße Nummer acht. Ein Grund ist dafür auch, dass Osako in Bremen regeneriert anstatt einmal um den Globus zu fliegen. 

Im Interview mit WERDER.DE gewährt er Einblicke in die für ihn sonst schon normal gewordene und dennoch aufwendige Reise zur Nationalmannschaft.

In Japan kann ich manchmal gar nicht schlafen

Zurück auf höchstem Fitnesslevel will Yuya Osako wieder Torschütze für Werder sein (Foto: nordphoto).

WERDER.DE: Moin Yuya! Wir treffen dich hier im wohninvest WESERSTADION, weil du dieses Mal nicht zur Nationalmannschaft gereist bist. Damit sparst du dir eine große Reise. Kannst du kurz erklären, wie die in der Regel aussieht?

Yuya Osako: „Wenn wir samstags in der Bundesliga spielen, geht es für mich im Anschluss schon direkt zum Flughafen und die Reise beginnt. Nach einem Stop in Frankfurt fliege ich weiter nach Tokio-Haneda. Donnerstags ist dann das erste Spiel, am folgenden Dienstag das zweite Spiel und dann geht es mittwochs zurück nach Bremen.“

WERDER.DE: Ist das sehr anstrengend für dich. War es leichter als du noch jünger warst?

Yuya Osako: „Als ich jünger war, war es schon etwas einfacher. Es ist anstrengend, aber für mich ist es eine unglaubliche Ehre, für mein Land zu spielen und deshalb will ich auch dort immer auf meinem höchsten Fittnessniveau performen."

WERDER.DE: Deshalb spielt vor allem der richtige Schlaf eine überaus große Rolle...

Yuya Osako: „Genau. Der Rückweg nach Deutschland ist für mich immer leichter. Wenn ich in Japan ankomme, kann ich manchmal gar nicht oder nur schwierig einschlafen. Da hilft mir aber unser individuelles Jetlagprogramm.“

WERDER.DE: Der Zeitunterschied beträgt ja immerhin acht Stunden. Hast du dabei noch eine Möglichkeit, mit unserem Trainerteam in Kontakt zu sein?

Yuya Osako: „In erster Linie bin ich dafür verantwortlich, dass ich vor Ort in Bestform bin. Aber ich stehe im regelmäßigen Austausch mit Florian Kohfeldt."

Olympia in Tokio wird für alle Japaner ein außergewöhnliches Ereignis.
Yuya Osako

WERDER.DE: Du bist ja nicht nur bei Werder ein Schlüsselspieler, sondern auch ein wichtiger Bestandteil deiner Nationalmannschaft und ein großer Star in deiner Heimat. Wirst du dort noch häufiger erkannt als in Bremen?

Yuya Osako: "Ja, das merke ich schon. Zum Beispiel am Flughafen. Die Nationalmannschaft hat in Japan wirklich einen hohen Stellenwert."

WERDER.DE: Dementsprechend werden auch die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ein Highlight. Denkst du auch schon an dieses Turnier?

Yuya Osako: „Es ist ja noch nicht klar, ob ich dort mitspielen darf. Das entscheidet der Trainer. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich mich auf Olympia in Tokio freue. Japan ist sehr sportbegeistert und es wird für alle ein außergewöhnliches Ereignis.“

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