Gute Leistung ohne Belohnung

0:2-Pokalaus gegen den SC Sand
Für Katharina Schiechtl und Co. hat es gegen den SC Sand nicht gereicht (Foto: Hansepixx).
Frauen
Samstag, 16.11.2019 / 15:53 Uhr

Von Katharina Grote

Trotz einer engagierten und guten Leistung scheidet die 1. Frauenmannschaft des SV Werder Bremen im Achtelfinale des DFB-Pokals der Frauen aus. Gegen den SC Sand unterliegen die Grün-Weißen mit 0:2 (0:1). Für den Erstligisten trafen Michaela Brandenburg (41.) und Kapitänin Anne van Bonn (81.). Vor allem zu Spielbeginn hatte die Kluge-Elf einige Chancen, um selbst in Führung zu gehen. WERDER.DE liefert alle Infos zum Spiel:

Aufstellung und Formation: Werder-Trainer Alexander Kluge baut im Pokal-Duell gegen den SC Sand seine Elf auf mehreren Positionen um. Kapitänin Lisa-Marie Scholz fehlt verletzungsbedingt, zudem nimmt Anneke Borbe zunächst auf der Bank Platz. Verena Volkmer ist zudem aus privaten Gründen nicht dabei. Für das Trio beginnen Lena Pauels, Julia Kofler und Reena Wichmann gegen den Erstligisten. Ansonsten vertraut der Coach auf das gewohnte Personal. Erfreulich ist zudem, dass Nina Lührßen, Samantha Steuerwald und Jessica Golebiewski nach ihren langen Verletzungspausen erstmals wieder im Kader der Grün-Weißen stehen.

Die Werder-Startelf: Pauels – Schiechtl, Wensing, Ulbrich, Tóth – Kofler, Hausicke, Wichmann, Hoffmann – Cerci, König

Es hielten sich bereit: Borbe – Walter, Golebiewski, Goddard, Steuerwald, Lührßen, Timmermann

Höhepunkte der 1. Halbzeit

Auch Selina Cerci brachte den Ball nicht über die Linie (Foto: Hansepixx).

6. Minute: Was für eine Chance für den SVW! Ein langer Ball von Katharina Schiechtl geht auf Reena Wichmann, die auf Selina Cerci weiterleitet. Sie scheitert jedoch alleine vor Manon Klett.

14. Minute: Michelle Ulbrich erobert in der Abwehr den Ball, marschiert ein paar Meter und steckt ihn dann durch die Schnittstelle perfekt in den Lauf von Cerci. Die zieht alleine ab, umkreist Klett und wir dann kurz vorm Abschluss von Patrycja Balcerzak gestoppt.

15. Minute: Ecke von Cindy König auf den zweiten Pfosten. Über Umwege kommt der Ball zu Giovanna Hoffmann, die mit der Hacke abschließt. Klett kann den Ball in dem Durcheinander gerade so von der Linie kratzen.

20. Minute: Das kann doch nicht wahr sein! Julia Kofler mit dem Pass in den Lauf von Katharina Schiechtl. Sie legt den Ball grazil an Klett vorbei, doch die Kugel will nicht rein. Sie springt an den Innenpfosten und dann wieder raus..

24. Minute: Rückpass Sand und indirekter Freistoß für den SVW. Vom Fünfer legt König rüber auf Schiechtl, die keinen Weg findet, um den Ball über die Linie zu hämmern.

27. Minute: Mit einem Freistoß von Fiebig haben nun auch die Gäste mal eine Chance. Von halb links kommt der Ball an den langen Pfosten, geht aber an allen vorbei und trudelt ins Aus.

41. Minute: Tor für den SC Sand. 0:1 durch Michaela Brandenburg. Bitter. Trotz vielen, hochprozentigen Chancen für den SVW müssen wir das Gegentor hinnehmen. Fiebig wird geschickt und ist allein vor Pauels, die den ersten Schuss zwar noch parieren kann, aber beim Nachschuss von Brandenburg nicht mehr ran kommt.

Höhepunkte der 2. Halbzeit

Wieder ist im Achtelfinale für den SVW Schluss (Foto: Hansepixx).

50. Minute: Cerci mit dem Versuch aus 20 Metern. Klett hat Probleme, aber im Nachfassen die Kugel sicher.

51. Minute: Hausicke schnappt sich den Ball direkt vorm Strafraum. Sie legt den Ball auf König rüber, die direkt abzieht. Ihr Schuss wird abgeblockt. Hoffmann setzt nochmal nach und versucht es aus spitzem Winkel. Vorbei.

52. Minute: Erneuter Eckball von König. Die Kugel landet direkt auf dem Kopf von Cerci, die ganz knapp über den Querbalken köpft.

59. Minute: Nach einer kurz ausgeführten Ecke, kommt der Ball noch auf Georgieva die aus knapp 18 Metern abzieht und die Kugel nur knapp über den Kasten schießt.

62. Minute: Grade erst eingewechselt, schon in Aktion. Lührßen bedient Cerci, die den Ball nicht gut unter Kontrolle bekommt, aber noch auf Hoffmann rüberlegen kann. Werders Nummer 17 verzieht.

79. Minute: Nach einem Eckball bekommt wieder einmal Cerci die Kugel auf den Kopf, allerdings hat Klett keine Probleme damit den Ball festzuhalten.

81. Minute: Tor für den SC Sand. 0:2 durch Van Bonn. Fiebig mit dem Schuss. Pauels kann die Kugel nur abklatschen und Van Bonn staubt ab. Die Entscheidung auf Platz 11...

Fazit: Von Anpfiff weg nahmen die Grün-Weißen das Heft des Handelns in die Hand. In der Anfangsphase erspielte sich der SVW zahlreiche gute Abschlüsse. Der SC Sand kam nach einer knappen halben Stunde besser ins Spiel und nutzte seine erste Möglichkeit zur Führung, als der SVW aufgrund der Behandlung von Katharina Schiechtl in Unterzahl war, eiskalt aus. Auch im zweiten Durchgang spielte die Kluge-Elf mutig nach vorne, musste aber kurz vor Schluss den Knock-Out hinnehmen. Erfreulich hingegen waren die Comebacks von Nina Lührßen und Samantha Steuerwald, die Beide im zweiten Durchgang eingewechselt wurden.

Stimmen zum Spiel

Alexander Kluge: „Wir müssen heute zwei Dinge trennen. Das sind das Ergebnis und die Leistung. Das Ergebnis ist enttäuschend, weil heute einfach mehr drin gewesen wäre. Die Mannschaft hat gut gespielt, sich zahlreiche Großchancen erspielt und Defensiv kaum etwas zugelassen. Wir haben Sand nicht nur Paroli geboten, sondern waren phasenweise das bessere Team. Daher können wir auf der Leistung aufbauen, sind dennoch traurig, dass wir ausgeschieden sind.“

Luisa Wensing: „Sand war heute einfach abgezockter als wir. Dennoch war es eine gute Partie von uns und wir nehmen das Positive mit.“

Katharina Schiechtl: „Es ist heute sehr enttäuschend, weil wir ein sehr gutes Spiel gemacht haben und teilweise auch besser waren. Leider konnten wir uns dafür nicht belohnen. Sand hat seine wenigen Chancen konsequent genutzt. Es ist einfach schade, dass die Pokalsaison zu Ende ist.“

Selina Cerci: „Die Enttäuschung ist groß. Wir waren mit dem SC Sand absolut auf Augenhöhe. In den beiden Aktionen hat vielleicht die letzte Entschlossenheit bei mir gefehlt. Auch danach habe ich und wir alle im Team versucht das Ding für uns zu entscheiden. Leider hat uns in der ein oder anderen Stelle auch das Quäntchen Glück gefehlt.“

Samantha Steuerwald: „Heute hat die Aussage ‚Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein‘ mal wieder zugetroffen. Wir hatten definitiv die Chance als Sieger vom Platz zu gehen. Trotz der Niederlage macht das Spiel Mut, da wir über die gesamte Spielzeit mit einem Erstligisten nicht nur mithalten konnten, sondern sogar besser waren."

Die Statistik

Werder Bremen: Pauels – Schiechtl, Wensing, Ulbrich, Tóth – Kofler (60.Lührßen) , Hausicke, Wichmann, Hoffmann – Cerci (84. Goddard), König (70. Steuerwald)

SC Sand: Klett – Balcerzak, Georgieva (81. Caldwell), Moorress, Brandenburg – Blagojevic (60. Pinter), Prohaska, Van Bonn, Fiebig – Sehan (75. Winczo), Rijsdijk

Tore: 0:1 Brandenburg (41,), 0:2 Van Bonn (81.)

Gelbe Karten: - / Balcerzak, Georgieva, Prohaska

Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer

Stadion "Platz 11": 234 Zuschauer

 

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